Programm im Eurocamp 2009
Das Eurocamp wird 18 Jahre, Zeit des Erwachsen seins, Zeit für einen Rückblick auf Erreichtes und für eine Diskussion von Herausforderungen und Chancen für die Zukunft. 81 Jugendlichen aus 31 Ländern trafen sich wieder für drei Wochen um bei gemeinsamer Arbeit und vielfältigen Programmaktivitäten sich kennen zu lernen, mehr über sich und Europa zu erfahren und zusammen für drei Wochen ein geeintes Europa im Kleinen zu leben und friedliche Konfliktlösungen zu erproben.
Performance
Vor 20 Jahren noch schwer vorstellbar, ist heute das Eurocamp ein lebeniger Ausdruck der vielfältigen Möglichkeiten zu reisen, in anderen Ländern zu studieren oder zu arbeiten, sich über Ländergrenzen zu verlieben und zu heiraten. Die Erfahrungen ehemaliger Eurocamper verarbeitete man in den verschiedenen Workshops kreativ zu einer Performance...

Hier veränderte sich die Fassade des Schlosses Peseckendorf: Licht und Videos erscheinen im Wechselspiel, Episoden aus dem Leben eines Eurocampers werden in Fenstern gespielt, Alltagsmüll-Roboter wandern nach Russland und riesige Marionetten essen sehr große Spagetti mit überdimensionalen Gabeln und Löffeln...
Jugendkonferenz
Der Europäische Rat tagt im Eurocamp. Die Jugendlichen wechselten ihre Rolle und debattierten als Politiker ihrer Heimatländer die Zusammenarbeit der Europäischen Union mit den Partnerregionen. Von einen Europäischen Mindestlohn, über Europaweite Austauschprogramme für Kinder und Jugendliche bis zur Gründung eines Europäisches Jugendparlamentes reichte das Spektrum der Vorschläge. In den Arbeitsgruppen „Verträge und Erweiterung“, „Wirtschaft und Soziales“, „Kultur und Sprache“ und „Kinder und Jugend“ versucht man gemeinsame Kompromisse für ein Abschlussdokument zu finden.

Die Vorbereitung für die Jugendkonferenz begann bereits in der ersten Campwoche. 10 Jugendliche trafen sich regelmäßig im Politikworkshop und bereiteten die Arbeitspapier für die Konferenz vor. Während der Konferenz traten sie als Präsident, Kommissare und Pressesprecherin der Europäischen Kommission auf und leiteten die gemeinen Diskussionsrunden sowie die Abstimmung.
Wie schwer das Finden gemeinsamer Kompromisse war, zeigte sich in dem Abschlussdokument, das wie im Politikalltag verschiedene Fragen in die Zukunft „vertagte“.
Interkultureller Austausch
Im Ländercafe bekamen die Jugendlichen einen ersten Eindruck von Europas kultureller Vielfalt. In Ländergruppen präsentierten die Eurocamper vielseitig ihre Heimatländer: sie gestalteten Plakate, gestalteten Episoden aus der Kulturgeschichte, führten Länderquize durch, tanzten, musizierten und boten sich gegenseitig landestypische Spezialitäten an. Diese Austausch wurde vielfältige Aktivitäten während des Eurocamps fortgeführt.

Ob bei dem Auftritt der Eurocampband, bei einem zypriotischen Tanzworkshop oder bei der Präsentation von Filmen aus den Heimatländern, immer erfuhren die Eurocamper auf einer sehr intensiven Art mehr über die vielfältigen Kulturen und luden selbst zum Mitmachen ein. Viele dieser Aktivitäten bereicherten auch die Workshops für unsere Performance.
Liebe geht durch den Magen, so auch im Eurocamp. Die Liebe zum Heimatland läßt die Phantasie auch beim gemeinsamen Kochen entwickeln und so entsteht am letzten Abend wieder ein Buffett mit traditionellen Speisen aus ganz Europa. Bei kroatischen Lignje, portugisieschen Francesina oder albanischen Bytrek wird Europa kulinarisch erlebbar und manxch Eurocamper entdeckt seine neue Lieblingsspeise.
Unterwegs in der Gastgeberreigion
In vielfältigen Ausflügen lernten die Eurocamper die Schönheiten der Region und des Landes kennen. So besichtige man die Hundisburg und wanderte durch den Harz. Ein Höhepunkt war die Begegnung im einewelt haus Magdeburg mit Vereinen und Gespräche zu Migration in Europa.
Aktive Begegnung mit der Bevölkerung vor Ort erlebte man bei der tagtäglichen Arbeit und gemeinsamer aktiver sportlicher Betätigung. Einen Einblick in die Traditionen und Bräuche gewannen die Eurocamper beim Zuckerfest in Klein Wanzleben. Gemeinsam Fußball und Volleyball spielen, schwimmen, grillen und eine Menge Spaß haben, stand im Mittelpunkt des Sportfestes. Die Eurocamper hatten zudem die Möglichkeit, das Deutsche Sportabzeichen abzulegen und mit nach Hause zu nehmen.
Ob erstmals im Kanu sitzend oder mehrjährige Paddelerfahrung, läßt sich die Gastgeberregion bei einer Kanutour auf der Bode aus anderer Perspektive erleben. Zugleich wird europäischer Teamgeist gestärkt. Auch wenn manches Boot baden ging, der Spass war umso intensiver.
Bei der Eröffnungs- sowie der Abschlussveranstaltung besuchten führende Politiker des Landes Sachsen Anhalt das Eurocamp. Staatsminister Rainer Robra, der am 27. Juli die Eurocamper begrüßte, und Ministerpräsident Dr. Wolfgang Böhmer, der die offiziele Verabschiedung am 15. August vornahm, zeigten mit ihrer Präsenz die Wertschätzung des Landes für das Eurocampprojekt.
Wenn Du selbst Eurocamp nächste Sommer erleben möchtest, melde dich bei unser Partnerorganisation in deinem Heimatland. Wir warten auf Dich!





