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Blog von Johanna Zuber

09 Jun 2009

„Zeig mir deinen Roetungsgrad, und ich sag dir, woher du kommst“

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog
So richtig zu Hause sein
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09 Jun 2009

„Zeig mir deinen Roetungsgrad, und ich sag dir, woher du kommst“

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog
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11 May 2009

Spargel vs. Erdbeeren

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog
saisonale Vorlieben und abschiedsgetränkte Befindlichkeiten
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11 May 2009

Spargel vs. Erdbeeren

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog
saisonale Vorlieben und abschiedsgetränkte Befindlichkeiten
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25 Apr 2009

Spanania cinematographisch

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog
Setting: Barcelona - Valencia - Madrid, April 2009
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26 Mar 2009

Zweihundert Tage

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog

Ein ganzes Jahr bin ich nun im "EVS"- Geschäft, denn vor einem Jahr wurde der Grundstein für mein Jahr hier gelegt! Wie gut ich mich noch daran erinne, an die leidige "1. April- Antragsstellungsfrist" :) Aber es hat geklappt und hier bin ich nun fast schon im dritten Drittel meines Voluntary Services angelangt.

Zweihundert Tage Portugal; das sind zweihundert Nächte in meinem roten Bett, fünf Fahrten nach Lissabon, fünfzig Portugiesischstunden, ein Dutzend Strandtage, geschätzte zweiunddreißig Mal Spaghetti mit Tomatensoße, achtzehneinhalb patriotische Schlagabtäusche mit Joseph, siebenundneunzig Postkartenständer, an denen ich auch heute noch nicht vorbei gehen kann, fünfunddreißig erhaltene und ebenso viele selbst geschriebene Briefe, knapp vierzig stark verpixtelte, per Internet verfolgte Bremenspiele, zwölf Sonnen- Armbanduhrabdrücke und viele in deutsche Exportdelikatessen wie Quark, Schattenmorellen und Haribo investierte Euronen später.

Die Uhr kann man nach meinen Einträgen hier sicher nicht mehr stellen - musste ich doch den heutigen Tag abwarten, um mit einer so runden Zahl beeindrucken zu können! Gleichzeitig aber vermute ich, dass das sensationshungriges Ausländerauge einer weniger zu beeindruckenden Weitsicht Platz gemacht hat und mir Vieles gar nicht mehr auffällt.

Sehe ich in diesen Tagen auf die Haltbarkeitsdaten mancher Lebensmittel, so blicken mich Tage an, an denen ich längst wieder zu Hause sein werde. In genau 200 Tagen werde ich in meiner ersten regulären Vorlesung sitzen - Einführung in die portugiesische Sprachwissenschaft. Gucke ich auf den Deckelrand meiner ewig haltbaren Obstgläser, dann erspinne ich mir den Moment, in dem ich mich dann, umschwirrt von Details zur portugiesischen Sprachentstehung und -verbreitung, an den heutigen Tag zurückerinnern, meinen Blick auf mein Handgelänk mit dem weißen Uhrenabdruck senken und lächelnd feststellen werde, dass jede auch noch so kleinste Entscheidung goldrichtig gewesen ist.

Viele liebe Grüße,
Johanna.

16 Mar 2009

Ver-eis-en

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog
Werbung für Langnese und Insolvenzberatung 

Für die Eiskreationen der kommenden Saison könnte man mich nun beinahe als Expertin handeln. Durch neun Eis am Stiel in neun Tagen habe ich mir gewisse Erfahrungswerte aneignen können, die euch im nächsten Sommerurlaub vielleicht hilfreich sein könnten - falls die erschwinglichen Eispreise dort ebenso nach dem Erwerb einer dieser kühlen Erfrischungen schreien, wie hierzulande.
Einem jeden, der derzeit bei 7°C in Deutschland weilt, drängt sich an dieser Stelle vielleicht die Frage auf, welche Umstände diesen Konsumexzess zu verantworten haben könnten.
Fast unverschämt, ja gemein, würde es jedoch klingen, wenn ich nun zum x-ten Mal von unseren Temperaturen in den 20ern anfinge, weshalb ich es vorziehe, mit der Erwähnung meines sonnengezeichneten Gesichts, des Sands auf dem Fußboden meines Zimmers und einer vollen Wäscheladung Handtücher lediglich eure Fantasie anzuregen.

Eine großzügige Woche mit Streifzügen durch das stolze Sevilla, Erschöpfungsmärschen zum früher für das „Ende der Welt" geglaubten Kap „Sao Vincente" am südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes, Klettertouren auf Burgruinen, Irrwege durch das verwinkelte Lissabon und Slaloms durch Einkaufszentren hat gestern leider viel zu früh ein jähes Ende gefunden. Nun muss ich wieder für mich allein kochen und mich erneut der portugiesischen Konversationskunst stellen. So schön es ist, in Saus ˋund Brausˋ zu leben, so unvermeidlich ist es leider auch, die Verdiensts- Moneten minütig davon rinnen zu sehen. Aber in dem Wissen, dass es schon in drei Wochen wieder auf eine exklusive Spanienreise geht, kocht es sich zwischenzeitlich gleich viel einsichtiger auf Sparflamme.

Viele liebe Grüße,
Johanna. 

28 Feb 2009

Algarve Alaaf

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog

Fasching- eine Wahl der Qual 

Sollte ich mir intolerant vorkommen, weil ich mit meiner vorgefertigten Abneigung vielleicht eine nicht vorhersehbare Erfahrung hab sausen lassen? Nein, ich habe mir aus eigener Überzeugung herausgenommen, der Faschingszeit die kalte Schulter zu zeigen, mich nicht zu verkleiden und den portugiesischen Nationalfeiertag, den Karnevalsdienstag, mit meiner normalen Routine zu übergehen. Immerhin, bei einem Karnevalsumzug waren auch wir: nachdem wir das ausgehändigte Konfetti wahllos verstreut hatten, entflohen wir der brasilianischen Gute- Laune Musik aber wieder recht fix.

Auch nach Ende des Aschermittwochs bleibe ich den allgemeinen Regeln abtrünnig. Der Zufall will es, dass meine neu entdeckte Passion, das Kochen, leider keinerlei Fastenanstalten vorsieht. Finde ich Vormittags ein Rezept, so kratze ich gedanklich auf der Stelle alle verfügbaren Zutaten zusammen, bin bis spätestens zur Mittagspause im Supermarkt, sinniere nachmittags im Dienst schon über die Prozedur und Arbeitsschritte, um abends dann zur Tat zu schreiten und wenig später meine Kreation feierlich zu zelebrieren. ...Wäre da hinterher nicht immer der Abwasch!

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17 Feb 2009

Klotzen statt Kleckern

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog
Wozu Frühling, wenn man den Sommer gleich haben kann? Die vergangenen zwei, deprimierenden Regenmonate scheinen nun endlich ein Ende zu haben, wir können mit den Kindern wieder raus gehen anstatt Tag ein, Tag aus die gleichen Puzzles und Dominos unter Halogenlicht bis zur Unkenntlichkeit zu verschleißen!

Meine Güte, verpasst ihr hier was. Das Geräusch von Rasenmähern. Sonnenbrillen, auf die Oberköpfe geklemmt. Offene Cabrios. Der Duft von blühenden Obstbäumen. Die stimmungsaufhellende Kraft von Millionen von Sonnenstrahlen.

Seit fünf Tagen ist Portugal endlich wieder Portugal- möge es dieses doch von nun an so bleiben! Ich habe ein erstklassiges, UV- intensives Wochenende hinter mir, dank Lagos, einer Küstenstadt, die ich mich schämen sollte nicht schon früher besucht zu haben. Auch wenn sich dort die Dichte keifend- genervter deutscher Touristen bedrohlich zuspitzt, darf ich mich wohl bei ihnen bedanken, dass ihre Kaufkraft die dort ansäßige deutsche Bäckerei rechtfertigt. Ein simples Sauerteigbrot wird zur Delikatesse, wenn man in einem der unzähligen Weißbrotländer feststeckt! Aber auch eine Salzbrezel ist nicht von der Hand zu weisen. Allein deshalb schon hatte Lagos meine 3-Sterne Bewertung sicher. Aber dann waren da auch noch eine Hand voll felsumrandeter Strände, die pittoreske Altstadt...Ja, und dann diese Sonne! Seid gewiss, wer mich hier besucht, der kann was erleben.

10 Feb 2009

Ich glaub, mein Hamster zwitschert

Johanna Zuber geschrieben von: Johanna Zuber in Freiwilligen - Blog

(doch mir fehlt das Schwein, welches dazu pfeiffen könnte) 

Was redet sie denn da schon wieder daher. Nein, auf Fieber können wir es nicht schieben, ausgerechnet der fehlte auf meiner Symptomliste nämlich, als ich mich letzte Woche um die Arbeit herum kränkelte. Einer war für die durch meine Hustenanfälle ausgelösten Schallwellen ganz besonders empfänglich: mein neuer Zimmergenosse - Sam, der Zwerghamster.
Sam kommt aus der etwas stolzer bevölkerten Stadt Silves und lässt mich zu jeder sich bietenden Gelegenheit (also wenn er nicht gerade pennt) spüren, wie wenig er von seiner momentanen wohnlichen Degradierung hält. Was ist das auch für ein Laufrad, das so sehr quietscht, dass die überforderte Hamsterhalterin es nachts mit einer Radkralle fixieren muss, um einzuschlummern, wenn Prinz Sam der Unberührbare sich ausgerechnet gerade austoben will. Seine Nahrungsambitionen sind von unerwartet selektiver Natur, jedoch nicht ganz so hoffnungslos wie seine Scheu. An die ermahnt er, indem er, im Hamster-fachjargon als „schreien" bezeichnet, eine Runde zwitschert.

Es ist nicht zu verkennen. Man hat uns schon soweit, dass wir uns wie von selbst einem pflegebedürftigen Geschöpf zuwenden, um die Persönlichkeit auszuleben, die im anonymen Leben eines Dienstmädchenzimmerbewohners nur schwer bestehen kann. Joseph ist glücklich, wenn er sein schneeweißes unökonomisches Sportauto vor seinem Fenster stehen sieht und es mit weiteren chikimiki- Details frisieren kann, Sarah widmet sich ganz ihrem Freund in Deutschland und ich konditioniere eben ein Nagetier.

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